El Calafate, Santa Cruz

«
31.12.2014
Argen­tinien, El Calafate, Per­i­to Moreno, Ushuaia 
»
3.45 Uhr mor­gens und der Weck­er lärmt los. Auf­bruch nach El Calafate. Der Tag sollte dur­chaus mit der einen oder anderen Über­raschung aufwarten. Zunächst war der Bus pünk­tlich am Start­punkt. Was durch Zeit und Ort aber erst­mal noch nicht so über­raschend war. Wie schon erwäh­nt, muss man durch Chile reisen, um in Argen­tinien ans Ziel zu kom­men. So auch auf dem Rück­weg. Nach­dem wir an der ersten Kon­troll­stelle durch die Passkon­trolle waren und alle wieder im Bus saßen, fiel den net­ten Beamten ein, man müsse ja noch das Gepäck kon­trol­lieren. Also, alle wieder raus aus dem Bus. Als alle durch waren, alle wieder rein in den Bus. 15 Minuten Fahrt bis zum chilenis­chen Gren­z­posten, alle wieder raus aus dem Bus. Und alle wieder rein in den Bus. Weit­er­fahrt zur Fähre, alle raus, rauf auf die Fähre. 
Von Ushua­ia nach El Calafate via Chile
Und hier lauerte dann auch schon die erste nette Über­raschung. Da es dies­mal nicht so windig war, kon­nte man auf den Aus­sichts­bere­ich der Fähre und da waren sie dann auch schon bald zu sehen. Del­phine. Und dies­mal hat es der alten Mann sog­ar geschafft, Auf­nah­men zu machen. Nach dem die Fähre anlegte, alle runter von der Fähre, rein in den Bus. Bis zum näch­sten Gren­z­posten. Alle raus aus dem Bus, alle wieder rein in den Bus.Nächste Sta­tion: Rio Gal­le­gos. Umsteigen. Und hier fol­gte die zweite Über­raschung. Der Bus kam über­pünk­tlich an! Was zu diesem Zeit­punkt zwar über­raschend war, war aber irgend­wie nicht so zum freuen, da das Warten auf den näch­sten Bus 3,5 Stun­den dauern sollte. Voraus­ge­set­zt, der Bus ist pünk­tlich. Was er dann auch war. Überraschung! 
Weit­er geht es nach El Calafate. Ankun­ft nachts gegen 1 Uhr, mit leichter Ver­spä­tung. Also auf zum reservierten Hos­tel, wo sich dann her­ausstellte, dass die Ankun­ft­szeit nicht richtig inter­pretiert wurde. Kein Zim­mer frei. Ein Anruf bei einem anderen Hos­tel ca 1km ent­fer­nt genügte aber, um für die Nacht ein Bett zu haben. Nach 20 Minuten Fuß­marsch, war ich dann auch endlich da und kon­nte ins Schlafland wechseln.
Das war am Ende dur­chaus keine schöne Überraschung. 
El Calafate ist um diese Zeit vollgestopft mit Touris­ten. Das ist dur­chaus nicht immer angenehm. Es war gar nicht so ein­fach, einen Aus­flug zum Per­i­to Moreno zu organ­isieren, da viele Exkur­sio­nen schon min­destens eine Woche im vor­raus aus­ge­bucht sind. Den­noch habe ich eine gefun­den. Sog­ar sehr gün­stig. Abhol­ung am mor­gen verzögerte sich dann schon mal um 30 Minuten. Wieder in warten üben. Dann gings in den Nation­al­park. Ich hat­te die Tour mit Schiffs­fahrt gebucht und plöt­zlich hieß es, ich soll noch für die Pas­sage zahlen. Also erst­mal kräftig beschw­ert und dann stinksauer an Bord gegangen. 
Der Gletsch­er ist abso­lut faszinierend. Riesig. Das Blau unglaublich im Eis. Irgend­wann hörte es auf zu reg­nen und die Sonne sagte Hal­lo, und es wurde noch schön­er. Die Geräusche, die der Gletsch­er macht, wenn das Eis bricht und in sich zusam­men­fällt, ist unbeschreib­lich. Und vor allem unbeschreib­lich laut. Selb­st aus ca 300m. Zurück am Bus, um weit­er in den Nation­al­park vorzu­drin­gen, bekam ich dann mein Geld für die Schiff­s­pas­sage wieder, da sich her­ausstellte, dass ich dur­chaus recht hatte. 
Näch­ster Aus­flug geht zum Pun­ta Walichu. Höhlen mit Wandbe­malun­gen aus Zeit­en, als das Leben noch schw­er war. Kurz aber inter­es­sant, ein­mal die alten Zeichun­gen zu sehen. Da die Führung auss­chließlich in spanisch war, habe ich von den Fak­ten allerd­ings nicht all zuviel mitbekommen.

Hier in Argen­tinien ist es span­nend, welche Vögel man so zu sehen bekommt. Man wird fast zum Ornitholo­gen. Nach den Alba­trossen und den Petrels, hab ich nun noch den Schwarz­zügeli­bis gese­hen, und licht­tech­nisch erfasst. 
Noch etwas zu El Calafate. So wie es sich darstellt, ist die Stadt dur­chaus im Wach­s­tum begrif­f­en (davon hab ich sog­ar etwas während der Tour zum Pun­ta Walichu mit­bekom­men). Mein Hos­tel liegt aktuell noch etwas außer­halb, am Rande der Stadt. Aber es wer­den hier neue Straßen und ein neues Buster­mi­nal direkt gegenüber gebaut.

Ich für meinen Teil muss sagen, hier ist schon zu viel Touris­mus. Und in zwei Jahren, wird es ver­mut­lich noch mehr. So wie hier gebaut wird. Ich bin aktuell ganz froh, jet­zt noch hier gewe­sen zu sein. Und ich weiß, nochmal komme ich nicht hier her. 

Kom­mentare
|||

Deine E‑Mail-Adresse wird nicht veröf­fentlicht. Erforder­liche Felder sind mit * markiert