Quito

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07.01.2017
Ecuador, Quito
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31. Dezem­ber. Die Fahrt von Lago Agrio/Nueva Loja nach Quito führt wieder 7 Stun­den durch die Berge. Regen, ist ja schließlich der Regen­wald. Aber den­noch sehr warm. Ankun­ft in Quito auf 2800m und bei ca 24°C.

Auf der Fahrt mit dem Taxi die erste Kon­fronta­tion mit ein­er ecuado­ri­an­is­chen Tra­di­tion zu Sil­vester. Viu­dos. Witwen. Am 31. 12. verklei­den sich Män­ner als Frauen und stop­pen alles mögliche auf den Strassen und Wegen und bit­ten um Geld. Diese ‘Witwen’ ste­hen sym­bol­isch für das alte Jahr und man kauft sich sozusagen frei. Daher dauert die Fahrt ein wenig länger als üblich. 
Nach dem Checkin mit ein paar anderen Back­pack­ern zusam­men getan, ein paar Getränke und Infor­ma­tio­nen für den Abend organ­isiert. Kurz vor 12 ging es dann raus zur La Ron­da. Eine bekan­nte Strasse mit Bars, direkt um die Ecke. Dort kon­nten wir dann eine andere Tra­di­tion beobacht­en. Das Ver­bren­nen von Fig­uren die eben­falls das alte Jahr darstellen. In diese Fig­uren wer­den Zettel gesteckt, auf denen die Leute all die Dinge schreiben, die im let­zten Jahr schlecht gelaufen sind.

Allerd­ings war so gegen 1 Uhr nicht mehr viel los, also habe ich den Chef ein­er Bär bequatscht, ob wir nicht an sein­er Pri­vat­feier teil­haben dür­fen, und wir durften. Allerd­ings war diese Feier nicht ecuado­ri­an­isch, son­dern vene­zolanisch. Hat uns gut gefall­en, deshalb sind wir an unserem let­zten Abend noch ein­mal in die Bar, wur­den nett begrüßt und erlebten die Bar in ihrer “nor­malen” Wirkungsweise als Rock-Bar. 
Am näch­sten Tag ging es hoch zu ein­er Stat­ue. 200m Höhe­nun­ter­schied. War nicht ganz ohne in dieser Höhen­lage, aber das kann man schon auch als Train­ing betra­cht­en, für das, was noch kom­men sollte. Danach noch ein wenig durch die Stadt. Quito, oder bess­er das Cen­tro históri­co, ist dur­chaus schön mit den Gebäu­den und Kirchen.

Let­zter Tag in Quito. Aufwärts mit der Seil­bahn von 3000m auf 4000m. Von dort kann man einen 5km lan­gen Trail laufen, der einen auf 4600–4700m bringt. In dieser Höhe allerd­ings nicht ganz ohne. Ich habe es bis 4200m geschafft. Nach unge­fähr 1,5 Stun­den. Und ich war wirk­lich fer­tig danach und froh, wieder auf “nur” 3000m zu sein. Von dort fuhr ich noch zur Mitte der Welt. Zum Äqua­tor. Natür­lich gibt es nicht viel zu sehen, außer dem, was dort für uns Touries gebaut wurde. Aber es ist den­noch witzig gle­ichzeit­ig auf der Nord- und der Süd­hal­bkugel zu stehen.

Abends, wie schon erwäh­nt, noch ein­mal aus­ge­hen, bevor es am näch­sten Tag zum Zwis­chen­stopp nach Guayaquil geht. 

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