Santa Marta, Magdalena

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09.01.2020
Kolumbi­en, Mag­dale­na, San­ta Marta 
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Nach 12 Stun­den Bus­fahrt aus Bucara­man­ga, kam ich auch dies­mal recht spät an. 1:30 Uhr in der Nacht. Dies­mal lag es aber nicht an schlecht­en Straßen und Bergen, son­dern ein­fach daran, dass die frühen Busse belegt waren und ich erst im 15:30 Uhr startete.

Das Hos­tel in dem ich war, gehörte ehe­mals einem Dro­gen­baron. Ziem­lich großes Haus mit Pool und allem was man dur­chaus auch nicht braucht. Die Leute die traf waren durch die Bank weg gute Typen und so kam es, das wir dann recht häu­fig Par­tys feierten und viel Spaß hatten.
San­ta Mar­ta ist eine Stadt, rel­a­tive Klein, aber mit einem net­ten hisorischen Zen­trum und Strän­den. Die Tem­per­a­turen hier sind noch ein­mal höher als in Bucara­man­ga. Tagsüber geht kaum ein Wind und manch­mal ist es schw­er einen schat­ti­gen Platz zu find­en, aber wenn es dunkel wird, dann kommt die ver­rück­te Brise, wie die Ein­heimis­chen es nennen.

Und die kann ganz ordentlich wehen. Richtig kalt, wird es dadurch aber auch nicht. 
Sil­vester in ein­er Rooftop-Bar gefeiert, viel kolumbian­is­che Musik, Bier und Spaß. Das Feuer­w­erk in San­ta Mar­ta ist allerd­ings auch recht überschaubar.

Im Hause, in dem das Hos­tel ist, befind­et sich ein kleines Unternehmen, dass Motor­räder ver­mi­etet bzw Touren mit Guides anbi­etet. Das habe ich natür­lich in Anspruch genom­men und mit dem Wis­sen, wie der Verkehr hier so ist, habe ich eine Tour nach 

Palomi­no
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gebucht. Auf dieser Tour wurde ich von ein­er etwas älteren Frau und ihrer jun­gen Adop­tiv­tochter begleit­et. Bei­de bis zu diesem Zeit­punkt ohne Erfahrung auf einem Motor­rad. Bei­de fuhren dann auch nach ein­er Ein­weisung auf kleinen, 110er Rollern.

Auf ein­er 150er Enduro, bess­er Instand gehal­ten als in El Cocuy, ging es dann erst ein wenig durch die Stadt, dann auf die Land­straße, welche weniger tumul­tar­tig befahren ist, als die Stadt. Irgend­wann ging es dann rechts rein.

Kurze Pause, etwas trinken, da es schon ziemich heiß ist. Soweit haben meine Beglei­t­erin­nen gut mitgehalten.

Nach der Pause ging es dann ein wenig Offroad weit­er, und ich rede hier nicht nur von einem Sandweg, das war schon dur­chaus hier und da etwwas anspruchsvoller. Auf diesem Weg woll­ten wir zu einem Wasser­fall, dort kann man baden.
Die Streck­en forderte also ihren Trib­ut und die ältere Frau stürzte, zum Glück aber nur Schrammen.

Nach dem dann alle am Wasser­fall angekom­men sind, und gebadet hat­ten, ging es wieder auf den Bock um zur Mit­tagspause nach Palomi­no zu fahren.
Auf Grund des Sturzes waren meine Beglei­t­erin­nen dann aber etwas gebrem­ster und mein Guide sagte mir, fahr ruhig vor.

So fuhr ich dann bis nach Palomi­no alleine und hat­te viel Spaß. Dort aßen wir dur­chaus gute Pizzen und kehrten um. Nach ein­er Weile fragte ich dann den Guide, ob ich wieder vor­fahren kön­nen, und das tat ich dann auch.

Etwas später, als ich auf die anderen wartete, kam ein­er der bei­den Guides ange­fahren, und hat­te einen Sozius. 
Und ich dachte, ok, hat noch seine Fre­undin abge­holt und ist immer noch schneller als die Mädels. Etwas später als alle zusam­men kamen an der Maut­stelle, stellte sich her­aus, dass die Damen zu erschöpft waren, um den Heimweg zu bewälti­gen, und daher von den Guides gefahren wur­den. Die Tour nach Palomi­no war aber nicht die Einzige, ich fuhr auch nach

Min­ca
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und diese Tour war dann auch etwas herausfordernder.

Dies­mal war ich mit einem Guide alleine unter­wegs, aber zusam­men mit ein­er weit­eren Gruppe. Mein Motor­rad war nagel­neu. Daher sollte ich etwas vor­sichtiger sein, und das tat ich.

Hier waren wir nur kurz auf der Land­straße und dann ging es in die Berge. Offroad. 5 Stun­den. Bis auf 1400m ca.

Von diesem Punkt aus, hat­te man einen Superblick auf die Berge, Rich­tung Meer und San­ta Mar­ta. Von hier ging es weit­er zur Mit­tagspause, dies­mal Asa­do, also Grillen, Bar­be­cue. Schwein, Rind, Hüh­nchen. Lecker.
Nach der Pause, offroad immer noch, weit­er zur Kaf­fee­farm La Vic­to­ria. Gegrün­det 1892 von Englän­dern, jet­zt in Besitz ein­er deutschen Fam­i­lie seit den 50ern. Aber die Maschi­nen (fast) alle noch aus der Grün­dungszeit. Importiert aus Lon­don. Alles Wass­er betrieben, umwelt­fre­undlich. Wir tranken Kaf­fee, und nah­men an ein­er Führung teil.

Dan­nach weit­er zum besten Hos­tel Kolumbi­ens, wie man sagt. Das liegt auf 1200m. Pool am Berghang. Blick in die Berge, nach San­ta Mar­ta. Wirk­lich richtig gut. Dort kurz pausiert, bevor es für mich und meinem Guide zurück ging. Die andere Gruppe machte eine 3‑Tage-Tour durch die Berge von Min­ca und fuhr zu ihrem Hostel.

Spätestens hier in San­ta Mar­ta habe ich gemerkt: Mach keine Pläne für Kolumbi­en, Kolumbi­en macht Pläne für dich. 

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