Corn Island

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05.01.2016
Corn Island, Nicaragua 
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Früher Auf­bruch zum Bus­bahn­hof von Estelí. Die erste Über­raschung dieses Tages war, dass der Express-Bus nach Man­agua tat­säch­lich Express ist und etwas mod­ern­er, als die üblicher­weise einge­set­zten Busse. Sehr frühe Ankun­ft am Flughafen Man­agua, Wartezeit bis zum Check-In: 2,5h. Und hier kam Über­raschung 2 zum Zuge, es war noch ein Platz im früheren Flieger frei, sodass ich unkom­pliziert den früheren Flug nehmen kon­nte. Nach diesem ganzen Glück, musste sich dann auch mal das Pech zu Wort melden, und der frühe Flieger hat­te Ver­spä­tung, so mit habe ich am Ende fast so lange gewartet, als hätte ich meinen reg­ulären Flug genommen.

Das Flugzeug war eine kleine Tur­bo­prop-Mas­chine für ca 50 Per­so­n­en. Beim Starten und Lan­den wird das kleine Maschinchen ganz gut durchgeschüttelt.

Ankun­ft auf Big Corn Island nach etwa ein­er Stunde Flug, Weit­er­trans­port zum Hafen, dort ist die Fähre nach Lit­tle Corn Island. Die Fähre sollte sich als Speed­boat-Wasser­taxi her­ausstellen. Die Über­fahrt dauert etwa 30 Minuten und aktuell hänge ich noch irgend­wo zwis­chen bespaßt und beängstigt. Das Wass­er spritze links und rechts am Boot auf, oder auch gerne mal ein wenig ins Boot. 
Die Wellen hat­ten es dur­chaus in sich. Wenn der Motor in niedrigere Drehzahlen ging, war klar, jet­zt kommt eine große Welle. Und dann kracht man aus 1 bis 2m wieder auf das Wass­er. Am fieses­ten aber waren die Momente, wenn das Boot durch Kur­ven­fahrt Seit­en­lage hat­te UND eine größere Welle über­sprang. Beruhi­gend war aber irgend­wie die Infor­ma­tion, dass die Wellen am Vortag wohl dop­pelt so hoch waren, den­noch war ich dur­chaus ganz froh, als wir anlegten.

Abends kann man hier mit etwas Glück auch Glüh­würm­chen sehen, als ob man durch blink­ende Sterne läuft. Den­noch ist es rat­sam seine eigene Taschen­lampe dabei zu haben, da die Wege durch den Wald stock­fin­ster sind. 

Beach, Bar, Bob Marley
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Abends sitzt man hier natür­lich in ein­er Strand­bar, vielle­icht 10m vom Wass­er ent­fer­nt. Aber auch hier gibt es Live-Music. Zum Beispiel  Reg­gae-mäßi­gen Gitaris­ten. Top-Songs, Top-Gitar­ren­spiel, Top-Gesang. Während der ersten Ses­sion, kam ein älter­er Mann zu mir, und meinte, ich sei der einzige Gen­tle­man mit Hut, ob er sich den sel­bi­gen auslei­hen könne, um für den Musikan­ten Geld zu sam­meln. Gesagt, getan. Nach ca. 10 Minuten war der Hut rand­voll und der Musikant happy.

Wie sich aber her­ausstellte, ist er nicht von der Insel, wie man hätte annehmen kön­nen, son­dern aus Toron­to, Kanada.

Einen Tag später, andere Bar, klampften 2 melan­cholis­che Singer-Song-Writer (die ich vor­mals schon ein­mal hörte). Gutes Gitar­ren­spiel, aber den­noch für meinen Geschmack etwas zu langweilig. 

Andere Welt
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Auf­bruch zum Schnorcheln. Mit allem was dazu gehört, ging es mit dem Boot raus auf den Ozean zu einem Riff. Dort erwarteten mich dann riesige und kleine Korallen. Und dazwis­chen aller­hand Fis­che. Kleine Clowns­fis­che und viele andere, die ich nicht kenne, was aber deren optis­chen Reiz nicht schmälern soll. Dazu zis­chte eine Schild­kröte durch das Wass­er und ich sah 2 Haie. OK, zugegeben­er Maßen waren es kleine Haie und sie schliefen ger­ade, aber es war den­noch beeindruckend. 
Kleine Anmerkung zum Wass­er hier. Der Ozean ist blau, blau, blau und warm. Um 28 Grad Cel­sius. Im Gegen­satz zu den Duschen. Seit ich hier in diesem Land bin, gibt es nur kalte Duschen. Gerücht­en zu Folge, soll es auch warme Duschen geben. Jeden­falls ist der Ozean tat­säch­lich wärmer, als meine Dusche.

Schlussendlich bleibt nur noch zu sagen: Nicaragua ist laut, sehr laut, aber defin­i­tiv eine Reise wert. 

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