Estelí

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29.12.2015
Estelí, Nicaragua
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Mit einem der alten amerikanis­chen Schul­busse, die hier als Lin­ien­busse einge­set­zt wer­den, sollte es jet­zt weit­erge­hen nach Estelí. Wie mir gesagt wurde, sind sie kom­fort­a­bel, nun, die erste von zwei Stun­den Fahrt habe ich im dicht­en Gedränge ges­tanden, bis der Bus etwas leer­er wurde. Dan­nach habe ich ver­sucht, meine lange Stelzen zwis­chen die Sitze zu bekom­men. Erfolglos. 
Taxi fahren erin­nert hier dur­chaus auch Bus fahren, da man sich das Taxi dur­chaus mit anderen teilt. Soll heißen, man steigt dazu, obwohl schon jemand mit anderem Ziel drin­nen sitzt, oder jemand steigt dazu, während man selb­st schon drin­nen sitzt.
Die näch­ste Fahrt in einem Bus sollte mich nach Somo­to bringen. 

Cañón de Somoto
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Nach der Ankun­ft mit dem Bus in Somo­to, fuhren wir zu 10 auf der Lade­fläche eines kleinen Toy­oto-Pick­ups zur Sta­tion. Es stand eine 5–6 stündi­ge Wan­derung durch den Cañón an. Dazu beka­men wir ‘Wasser­schuhe’, was nichts anderes ist, als nor­male Sports­chuhe, aber mit meinen Wan­der­boots wäre ich wohl auch abgesoffen.
Also marschierten wir los, in Bade­hose, T‑Shirt und ‘Schwimm­schuhen’. Es war ein Riesenspaß sich über die steinige Land­schaft zu bewe­gen, durch den Fluss zu schwimmen.Zwischendurch sprangen wir von Felsen ins Wass­er aus Höhen zwis­chen 1m und 5m. Am Ende sind wir wohl auf ca 2km schwim­men und 4km zu Fuß gekom­men. Alles Schätzw­erte. Wieder an der Sta­tion angekom­men, gab es noch ein Essen. Dann ging es mit dem Bus zurück nach Estelí. 

Mata­gal­pa
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Die Busse hier sind nicht nur von außen laut, son­dern auch von innen. Die Leute reden viel und laut. Dazu immer wieder Händler, die Getränke und Snacks verkaufen und sich dabei laut rufend durch den vollen Bus kämpfen.
Die Fahrt nach Mata­gal­pa sollte aber noch eins drauf set­zen. Als erstes sang ein Jün­gelchen sehr laut ein Kirchen­lied, danach fol­gten drei fahrende Händler, welche Vit­a­m­in­pillen und Gin­seng und so weit­er, an den Mann bzw. die Frau brin­gen woll­ten. Last but not least fol­gte noch ein Klim­bim-Händler mit Uhren, Ket­ten etc.
Zumin­d­est war die erste dreivier­tel Stunde nicht langweilig.
Mata­gal­pa selb­st ist nicht, wie mir gesagt wurde, schön. Man sieht, das hier die Wand­lung Nicaraguas noch nicht so angekom­men ist. Allerd­ings ist die land­schaftliche Ein­fas­sung des Städtchens in den Bergen dur­chaus nett anzuschauen. Nach dem kurzen Aus­flug ging es wieder zurück nach Estelí, natür­lich wieder inklu­sive Händler. 

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