El Cocuy, Boyaca

«
26.12.2019
Boy­a­ca, El Cocuy, Kolumbi­en, Sier­ra Nevada 
»
Von Vil­la de Ley­va geht es also tiefer in die Berge und Rich­tung Venezuela. Dazu hieß es ein­mal umsteigen in Tun­ja, das abso­lut rei­bungs­los ver­lief. Die Strecke selb­st ist eigentlich gar nicht so lang, aber in den Bergen geht dann die Zeit schnell rum und man bewegt sich Kilo­me­ter um Kilo­me­ter weit­er. Ich glaube, mit dem Motor­rad kann man hier richtig Spaß haben. Kur­ven. Kur­ven. Kurven. 
In dem kleinen Örtchen kann man ganz gut abschal­ten und die Seele baumeln lassen. Was ich auch aus­giebig mache. Bei einem Kaf­fee auf der Park­bank sitzen, in die Berge schauen. Eventuell ein wenig mit den Ein­wohn­ern plaud­ern. Die Ein­wohn­er sind auch sehr nett und bergtyp­isch vielle­icht ein klein wenig ver­schlossen­er als beispiel­sweise die Ein­wohn­er von Vil­la de Ley­va oder Bogotá soweit ich das beurteilen kann. 
Eine gute Woche vor Heili­ga­bend fan­gen hier wohl Fes­tiv­itäten an. Jeden Abend trifft sich die Bevölkerung auf einem Platz. Bühne aufge­baut. Dann ein kurzes Pro­gramm, ganz niedlich ama­teurhaft. Es macht Spaß das zu sehen. Mit­ten­drin wer­den dann Süßigkeit­en von den Balkons und von der Bühne gewor­fen und alles stürzt sich darauf. Großer Spaß für alle.

Danach kommt dann Live-Musik und es wird getanzt. Bier und Essen gibt es auch. Und eben­so Agua­di­ente. Das alko­holis­che Nation­al­getränk Kolumbi­ens. Ver­gle­ich­bar mit Ouzo oder Küstennebel. 

Sier­ra Neva­da, Cocuy und Güican
|||

Heute stand noch eine mehrstündi­ge Tour durch die Sier­ra Neva­da El Cocuy und Güi­can (sprich: Gui-kan) an. Geplant war, in einem kleinen Jeep herumz­u­fahren. Dieser war dann aber durch 2 andere Tourteil­nehmer eines anderen Guides belegt. Also kam der Vorschlag, mit Motor­rad zu fahren.

Ich denke, sehr cool. Frage, ob es ein zweites gibt oder man eines mieten kann. Lei­der nicht möglich. Also sind mein Guide und ich auf ein­er 16 Jahre alten 125er Suzu­ki-Enduro-Säge los. Dieser Typ Motor­rad wurde übri­gens von Pablo Esco­bar an seine Vasallen ver­schenkt. Und ich wusste zu dem Zeit­punkt noch nicht, was auf mich zu kom­men sollte.

Die Strassen waren eher Pis­ten aus Schot­ter und Stein. Und das dann etwa 7 Stun­den lang. Reine Fahrzeit vielle­icht 5 Stun­den. Prinzip­iell war alles soweit ok, ich habe gemerkt, dass der Guide die Strecke ken­nt, den­noch gab es ein paar Momente, in denen ich dann doch ein­mal den Hin­tern zusam­men­genkif­f­en habe. 
Zuerst sind wir auf auf 4000m. Schneebe­deck­te Gipfel. Nicht der höch­ste Punkt auf dem ich war. In Quito bin ich auf 4200m hoch. Dann weit­er zu einem anderen Aus­sicht­spunkt. Unter­wegs fragte mein Guide mich, ob ich ein­mal fahren wolle. Also ja, ich bin so auf 3800m zir­ka eine halbe Stunde herumge­braust. So gut es ging auf der alten Säge mit dem Guide. Weil höher als 2. Gang war nicht drin.

Dann haben wir wieder gewech­selt. Und natür­lich, wenn man drei Tage tolles Wet­ter hat, kommt was? Richtig, Regen. Zum Glück nicht zu stark, aber schon so, dass man etwas durch­nässt war. 
So sind wir von einem Aus­sicht­spunkt (3400m) zum näch­sten und nach Güi­can. Güi­can liegt auf zir­ka 3000m. Dort haben wir dann Mit­tag gegessen. Sind weit­er zu ein paar Ther­malquellen, welche durch einen Vulkan gespeist wer­den. Zum Schluss zurück nach El Cocuy. Der Hin­tern hat dann doch schon ganz gut weh getan nach dem Ritt.

Die Sier­ra Neva­da und der Nation­al­park tra­gen den Namen El Cocuy, weil es die älteste Sied­lung. Die Sier­ra Neva­da de El Cocuy und Güi­can ist der höch­st­gele­gene Teil der Anden in Kolumbi­en. Viele viele Berge über 5000m. Schöne Erfahrung.

Vale la pena. 

Kom­mentare
|||

Deine E‑Mail-Adresse wird nicht veröf­fentlicht. Erforder­liche Felder sind mit * markiert