Managua

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14.12.2015
Man­agua, Nicaragua 
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Man­agua. Nach ein­er dur­chaus lan­gen Anreise kam ich also an. Der Flughafen zeigte schon, dass hier einiges anders ist. Er ist nicht groß und, sagen wir prunk­voll, wie in anderen Städten. Nach­dem wir in Hous­ton noch eine weniger vergnügliche Stunde im Flugzeug ver­brin­gen durften, da unser Gate noch beset­zt war, beka­men einige Reisende und ich die Mit­teilung, dass unser Gepäck nicht da ist. Daher bin ich mit den verbliebe­nen Hab­seligkeit­en erst ein­mal ins Hos­tel. Am näch­sten Tag entsprechende Tele­fonate mit dem Flughafen. Das Gepäck sollte dann mit­tags mit einem Flieger aus Hous­ton nachkom­men, und ins Hos­tel gebracht wer­den. Dort kam es dann auch 7 Stun­den später an.
Während dessen traf ich einen weit­eren Back­pack­er, und wir nah­men uns also vor Man­agua zu erkun­den. Auf­bruch nach dem Früh­stück. Zu Fuß durch die Stadt, man will ja etwas sehen. Und das in meinen Berg­wan­der­stiefeln bei über 30°C. Oh Freude.

Was wir bei unser­er Wan­derung durch die Stadt zu sehen beka­men war allerd­ings alles andere als schön. Also das meiste davon. Wir liefen ca. 17km durch die Stadt, sahen Behausun­gen und Straßen jen­seits von Gut und Böse. Slum beschreibt es dur­chaus recht genau. Wir wussten vorher aus Reise­führern, dass Man­agua nicht so schön sein soll, aber das trifft es nicht. Es war dur­chaus bek­lem­mend durch die Straßen zu gehen und ein gewiss­es Gefühl der Unsicher­heit begleit­ete uns. Aus diesem Grunde, und weil wir keinen Elend­s­touris­mus machen woll­ten, haben wir keine Fotos gemacht.

Wir sind dur­chaus auch an recht net­ten Stellen gewe­sen. Zum Beispiel am Puer­to Sal­vador Allende. Hier haben ein wenig gerastet und im Schat­ten bei küh­ler Brise vom See ein, zwei Bierchen getrunk­en. Danach ging es weit­er zu ein­er weit­eren Sehenswürdigkeit, welche aber geschlossen hat­te. Es war Sonntag.

Dann erst ein­mal zurück ins Hos­tel, aus­ruhen, und zum Aben­dessen die nicaraguanis­che Küche pro­biert. Und die ist dur­chaus gut.

Auf­grund der Ein­drücke in Man­agua habe ich mich dann entschlossen früher abzureisen und habe mich per Microbus nach Masaya begeben. Auf dem Weg zur Sta­tion der Microbusse, wurde ich qua­si unter­wegs von einem Bus auf dem Weg nach Masaya aufge­ga­belt. So eine Fahrt in einem Microbus ist ganz etwas beson­deres. Als erstes flog mein Ruck­sack oben auf den Dachgepäck­träger, wo er dann lag ohne Befes­ti­gung. Schließlich muss alles schnell gehen. Der Dachgepäck­träger hat­te aber einen Rand, damit nichts herun­ter­fällt. und ich stieg in einen über­füll­ten, heißen Bus ein. Später, bevor es aus Man­agua raus ging, wurde der Ruck­sack aber in den Bus geholt, der inzwis­chen etwas leer­er war. Dort stand ich dann eine Weile halb gebückt bis ein Platz frei wurde. Bis der Bus eben ein wenig leer­er war und ich sitzen kon­nte. So ein Microbus ist eben nicht für größere Men­schen gebaut.
Erste Erken­nt­nis nach Beginn der Reise, so blöd es klingt, aber mir scheint es, ich ste­he am Anfang meines größten Aben­teuers bisher. 

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