Masaya

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16.12.2015
Masaya, Nicaragua
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Gegen etwa 11Uhr kam ich also in Masaya an und habe auch gle­ich ein Zim­mer in einem echt schö­nen Haus, Bed & Break­fast, bekom­men. Erster Ein­druck der Stadt: sauber­er, etwas geord­neter. Total anders als Man­agua. Das war dur­chaus beruhi­gend. Die Leute hier sind sehr fre­undlich. Die Wirtin hat mir dann erst ein­mal eine Karte von Masaya gegeben und mir die wichtige Empfehlun­gen genan­nt, zum Beispiel wo man die Lagu­na de Masaya und den Vulkan Masaya sehen kann. Oder auch wo man guten Kaf­fee bekommt. 
Nach­dem ich mich ein wenig akli­ma­tisiert und erholt habe von der Anfahrt, bin ich nicht ahnend was auf mich zukom­men wird, in die Stadt. Zu erst einen Kaf­fee im Kaf­fé Café (ja das heisst wirk­lich so). Dann weit­er zum Malecón. Die Aus­sicht auf die Lagu­na und den Vulkan genießen und ein paar Fotos machen. Ich habe dabei bemerkt, dass der Malecón wohl nicht ganz so sich­er ist, wie die Innen­stadt. Aber es waren nicht die Men­schen, son­dern ein­er dieser her­ren­losen Hunde, dessen Anwe­sen­heit das fol­gende ini­ti­ierte. Ich hat­te ja erzählt, was mir mit einem her­ren­losen Hund in Argen­tinien zustieß, daher war ich not amused über die Anwe­sen­heit dieses Tieres. Auf dem Weg zurück in die Stadt, kam ich am Base­ball-Sta­dion vor­bei. Dort fand ger­ade ein Train­ing der Kid­dies statt und ich dachte mir, da gehe ich jet­zt mal rein, schaue ein wenig und wenn der Hund weg ist, bin ich es auch. 
Mit den anwe­senden Eltern entwick­elte sich dann ein dur­chaus lustiges Beisam­men­sein. Gut, die Unter­hal­tung war durch­weg hol­prig, aber wir haben es hin­bekom­men. Ich durfte auf Feld ein paar Fotos machen. Ein ältere Dame schenk­te mir ein Bild der Jungfrau von Guadaloupe (so heißt die Jungfrau Maria in Mexiko), als Schutz. Und sie haben mich ein­ge­laden, am näch­sten Tage zu einem Spiel zu kommen.

Zurück in der Stadt habe ich mir erst­mal eine Piña Mel­on Man­go (alko­hol­frei) bestellt. Und kam dadurch zufäl­lig auch mit den Besitzern des Geschäfts ins Gespräch.
Außer den Frucht­getränken gibt es dort aber auch ein nicaraguanis­ches oder für diese Region typ­is­ches Fis­chgericht namens cer­viche. Jet­zt ist Fisch nicht so ganz meins, was ich entsprechend kund­getan habe, woraufhin mir dann aber doch eine kleine Kost­probe kre­den­zt wurde.

Den Abend habe ich dann mexikanisch mit Bur­ri­to, Coro­na und Moji­tos ausklin­gen lassen im Kaf­fé Café. 

Base­ball
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What the fuck! What a day! Auf­grund der Aktiv­itäten des Momo­tombo, ist auch der Masaya etwas aktiv­er, daher wird erst kurz vorher bescheid gegeben, ob Touren zum Vulkan möglich sind oder eben nicht. Erste gute Nachricht des Tages: Sie find­et statt.
Danach bin ich mein­er Ein­ladung gefol­gt und zum Base­ball­spiel gefan­gen. Um eins sollte es anfan­gen, aber, zuerst musste das Feld vor­bere­it­et wer­den, die Kid­dies aufgewärmt und so weit­er. Somit fing das Spiel erst kurz vor zwei an. Was insofern etwas blöd war, da um drei meine Tour startete.
Nach kurz­er Beäu­gung durch die Jungs, war ich plöt­zlich umringt von den 20 kleinen Kerlen und alle plap­perten auf mich ein. Dann fin­gen sie an, mich nach meinen Ket­ten und Tat­toos zu fra­gen und zup­pel­ten an mir rum. Und plöt­zlich sagte ein­er der Jungs, wobei er eine meine Ket­ten betra­chtete, ‘Gib mir’. Ganz schön frech. Aber: Frech­heit kommt auch bei mir (manch­mal) weit­er. Ich habe ihm die Kette geschenkt. Dann begann das Spiel und ich schaute eine Weile zu. 

Vulkan Masaya
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Dann Auf­bruch zum Vulkan. Pri­vat­tour mit dem Sohn der Wirtin. Zuerst ging es zu den bei­den aktiv­en Kratern. San­ti­a­go und Masaya. Dann rüber auf die bei­den inak­tiv­en. San Fer­nan­do und San Pedro. Am Krater­rand ent­lang auf die höch­ste Aus­prä­gung und ein genialer Blick über die Land­schaft. Der eigentliche Krater des Masaya, vor eini­gen Jahrhun­derten, war 55km2. Das ist heute der Nation­al­park. Man erken­nt noch die Rän­der des alten Kraters und an ein­er Seite ist der oben erwäh­nte Malecòn. Langsam ging die Sonne unter und wir marschierten hin­unter zum näch­sten Punkt. La Cue­va de las bru­jas. Die Hex­en­höhlen. Eine alte Höh­le die durch die durch­fließende Lava ent­stand. Früher hiel­ten die Ure­in­wohn­er hier Zer­e­monien zur Besän­f­ti­gung des Vulka­ns durch. Dazu ging es 25,30,35m tief in die Höh­le. Dort ist ein Stelle, fast wie ein Kup­pel­saal. Auf dem Weg dor­thin umflo­gen uns die Fle­d­er­mäuse, las mur­ciela­gos. Das ist gespen­stig. Teil­weise hört man und spürt man wie dicht sie vor­bei­fliegen. Nur wenige Zen­time­ter. Manch­mal erschrickt man auch, wenn sie plöt­zlich durch das Licht der Taschen­lampe huschen.
An den Wän­den Wurzeln der Bäume, an der Decke Babystalaktiten.
Gar nicht lustig war der Satz: “Watch the snakes!”. Die Schlangen hän­gen hier wohl auch ganz gern von der Decke und ver­suchen die Fle­d­er­mäuse zu fan­gen. Bei uns waren aber keine zu sehen.
Weit­er geht es zu ein­er weit­eren, winzi­gen Höhlen. Der Ein­gang kaum 1m hoch. In der Däm­merung hock­te ich nun also knapp einen hal­ben Meter vor dem Ein­gang und spürte wie die Fle­d­er­mäuse her­aus­flo­gen. Den Wind, den sie durch den Flügelschlag erzeu­gen. Das war bei der Hitze sog­ar angenehm!
Nun ging es zum let­zten Punkt der Tour. Wieder hin­auf zum San­ti­a­go. Inzwis­chen war es dunkel und beim Blick in den Vulkan, kon­nten man sehen, wie das Mag­ma den auf­steigen­den Qualm leuch­t­ende rot färbte. Man hörte das Brodeln und Zis­chen im Vulkan. Mein Tour­guide sagte, in dieser Größenord­nung habe er es vorher auch noch nicht gesehen.
Nach diesen vie­len Ein­drück­en habe ich den Tag in Ruhe bei einem Bierchen ausklin­gen lassen und mich der Erleb­nisse gefreut. 

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