Ushuaia, Tierra del Fuego

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26.12.2014
Argen­tinien, Isla H, Tier­ra del Fuego, Ushuaia 
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Bevor es mich nach Ushua­ia ver­schlug, hat­te ich noch eine kleinen Zwis­chen­stopp in Comodoro Riva­davia. Als ich in Comodoro ankam und in meinen Reise­führer schaute, wo der Nation­al­park Coba de Bahia nun ist, stellte ich ernüchtert fest, dass ich in Comodoro falsch war und eigentlich nach Camarones hätte fahren müssen.

Naja, getreu dem alten Spruch, Vor­wärts immer,… , hab ich mich also entsch­ieden nach Ushua­ia weit­er zuziehen, da Camarones bere­its hin­ter mir lag. Dementsprechend hab ich mich sofort dran gemacht, Hos­tels anzuschreiben und eine Über­nach­tung zu find­en und als zweites direkt mor­gens zum Buster­mi­nal zu marschieren und ein Tick­et nach Ushua­ia zu erstehen. 
Von Comodoro Riva­davia nach Ushuaia
Gesagt, getan. Nun hieß warten. 8 Stun­den. Der Bus fuhr erst um 18Uhr. Nun, die Busse hier sind lei­der aber nicht so pünk­tlich. Ver­spä­tun­gen von 1 Stunde oder 1,5 Stun­den sind hier ziem­lich nor­mal. Da heißt es, Ruhe bewahren. The Argen­tian­way. Nach­dem es noch ein wenig Ver­wirrung gab, welch­er Bus denn nun tat­säch­lich nach Ushua­ia rollt, saß ich endlich im richti­gen Bus. 
In Rio Gal­le­gos angekom­men, war Umsteigen ange­sagt. Der Fol­ge­bus war natür­lich auch zu spät. Um nach Ushua­ia zu gelan­gen, muss man die chilenis­che Gren­ze passieren (siehe Karten unten). Dann set­zt man mit der Fähre nach Tier­ra del Fuego über und über­quert dann wieder die Gren­ze nach Argen­tinien. Dieser Vor­gang bein­hal­tet 4 neue Stem­pel im Reisep­a­ss. Dan­nach fährt man noch ein Weilchen durch die Anden, bis man in Ushua­ia ankommt. Der Bus­fahrer hat­te es schein­bar etwas eilig, in manchen Kur­ven ging einem dur­chaus ein wenig die Muffe, wie der Bus sich da geneigt hat. Schlussendlich bin ich dann aber nach ein­er 27-stündi­gen Road­show heil in Uhua­ia angekom­men. Wenn euch also jemand erzählen will, das Ende der Welt naht, glaubt ihm kein Wort. Es ist ein langer Weg bis zum Ende der Welt. 
Dann hieß es erst­mal Stadt erkun­den, und zum Glück war es nicht so kalt, wie man es 1000km von der Antark­tis ent­fer­nt erwartet. Auch im Som­mer. Aber wie es am Meer und in den Bergen so ist, das Wet­ter wech­selt mit fast jed­er Minute von Sonne, zu bewölkt, zu Regen. Nach­mit­tags dann Auf­bruch zu ein­er Exkur­sion rund um die kleinen Inseln vor Ushua­ia. Hauptziel am Ende war dann die Isla H (sprich: ache (ch wie tch)). Ein kleines Natur­reser­vat, wo auch nur dieses kleine Unternehmen Führun­gen machen darf. Obwohl die Insel recht klein ist, gabs viel zu sehen. Vor allem Kor­morane. Aber auch andere Vögel, wie den schon vor­mals erwäh­n­ten Petrel. Und natür­lich Pflanzen. Unter anderem eine Pflanze, die in Chimichur­ri ver­ar­beit­et wird. Chimichur­ri ist eine Soße, die hier beim Grillen aufgetafelt wird. Zum Beispiel in Chori­pan. Eine gegrillte Chori­zo in Brot mit Chimichur­ri. Zum niederknien.
Der näch­ste Aus­flug war dann ein Trekking-Aus­flug zum Glaciar Mar­tial, ober­halb von Ushua­ia. Gute 4 Stun­den Fuß­marsch bergauf und bergab. Dementsprechend gings dann gle­ich mal in die näch­ste, wirk­lich saugute, Empana­da-Stube. Lei­der geschlossen. Der beste Ersatz war die näch­st­gele­gene Bäck­erei, Chur­ros! Muy bien! 
Näch­ste Sta­tion ist dann El Calafate. Raus aus den ungemütlicheren Regio­nen. El Calafate wird zwar ver­mut­lich nicht so großar­tig anders sein, aber hier ändert sich das Wet­ter nahezu minütlich. Erst Regen, dann Sonne und kaum Wind, und schla­gar­tig bist du damit beschäftigt, dich auf den Beinen zu hal­ten, da plöt­zlich aus Süd-West richtig eisiger Wind aufkommt.

The­o­retisch muss man hier immer einen Hand­kar­ren mit sich ziehen, damit man die passenden Klam­ot­ten dabei hat.
Der let­zte Tag, und ich bin im Gefäng­nis. Natür­lich nur zur Besich­ti­gung. Bevor Ushua­ia war, was es ist, war es eine Strafkolonie für Reak­tionäre und Schw­erver­brech­er. Und aus dieser Zeit stammt das alte Gefäng­nis und ist heute ein Muse­um. Um dieses Gefäng­nis dreht sich hier aber recht viel. Man kann Schlafanzüge im Design der Sträflingsklei­dung kaufen. Hose. Jacke. Mütze. Ein Sou­venir­laden hat einen kleine The­men­park dazu. Siehe Fotos.

Somit habe ich also am let­zten Tag vor Abfahrt nach El Calafate noch ein wenig Kul­tur aufgeschnappt. 

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